Deutsches Klon-Verbot unbedingt erhalten

Deutscher Behindertenrat kritisiert Debatte im Nationalen Ethikrat
20. August 2004 - "Der Nationale Ethikrat erweist sich zunehmend als Marionette des Bundeskanzlers" , erklärte der Vorsitzende des Sprecherrats des Deutschen Behindertenrates (DBR), Walter Hirrlinger. Das bestehende Klon-Verbot müsse in seiner jetzigen Form unbedingt erhalten bleiben. "Die Argumente der Briten für die Behandlung von Diabetes, Alzheimer oder Parkinson mit geklonten embryonalen Stammzellen sind nur vorgeschoben. Sie entfachen erneut eine Debatte um ethisch schwierige Forschungsprozesse, der kein weiterer Raum gegeben werden darf" , sagte der DBR-Vorsitzende. Nach wie vor könne mit Hilfe von adulten Stammzellen das gleiche Resultat erzielt werden.

Der DBR erwartet, dass die Mitglieder des Nationalen Ethikrates sich dem Druck von Gerhard Schröder entziehen und klare Vorgaben beschließen.

Verantwortlich: Tanja Schäfer
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