Deutscher Behindertenrat hofft auf Engagement der Bundeskanzlerin für die Rechte behinderter Menschen

18.09.2007 - Der Deutsche Behindertenrat hofft auf das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Stärkung der Rechte behinderter Menschen. Dies teilte der Vorsitzende des Sprecherrates des Deutschen Behindertenrates, Horst Frehe, nach dem Gespräch des Aktionsbündnisses der deutschen Behindertenverbände mit der Bundeskanzlerin am 18. September im Bundeskanzleramt mit.


VertreterInnen des DBR bei Bundeskanzlerin Angela Merkel
Gespräch von VertreterInnen des DBR mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18.9.2007 im Bundeskanzleramt Bundesregierung / Steffen Kugler

"Wir freuen uns, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt hat, die Ratifizierung der im Dezember letzten Jahres von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten UN-Konvention zum Schutz der Rechte behinderter Menschen so schnell wie möglich voran zu treiben. Das ist ein wichtiges Signal an behinderte Menschen in Deutschland und in der ganzen Welt, die nach wie vor erhebliche Benachteiligungen erleben müssen", erklärte Horst Frehe. Vor allem im Bereich der schulischen Integration und der Herstellung einer barrierefreien Umwelt habe Deutschland noch viel aufzuholen. "Deshalb ist es auch unbedingt nötig, dass das Behindertengleichstellungsgesetz auf Bundesebene mit schärferen Zähnen ausgestattet wird. Denn viele Bahnhöfe, Busse und Bahnen und öffentliche Einrichtungen sind nach wie vor für behinderte Menschen in Deutschland nicht gleichberechtigt nutzbar", so Horst Frehe.

Der Deutsche Behindertenrat erklärte, dass er den von der Bundeskanzlerin angekündigten Ratifizierungsprozess für die UN-Konvention auch weiterhin engagiert begleiten werde. "Bereits im bisherigen Prozess für die Entwicklung der Konvention hat es einen sehr engagierten und fruchtbaren Prozess der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Behindertenverbänden gegeben. Wir hoffen, dass sich dieser auch bei der Ratifizierung und dann vor allem bei der Umsetzung der Konvention in Deutschland so fortsetzen lässt", erklärte Horst Frehe.
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