Deutscher Behindertenrat bei Angela Merkel: Umsetzung der UN-Konvention dringend erforderlich

10.02.2009 - Die politischen Forderungen behinderter und chronisch kranker Menschen in Deutschland standen heute im Mittelpunkt des Gesprächs, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Behindertenrates ins Kanzleramt eingeladen hatte. Trotz der Turbulenzen um die Neubesetzung des Bundeswirtschaftsministers blieb die Kanzlerin bei Ihrem Termin mit dem DBR .

"Bei allen Infrastrukturmaßnahmen, die durch das Konjunkturpaket II gefördert werden sollen, muss zwingend die Barrierefreiheit berücksichtigt werden" , machte Hannelore Loskill, Sprecherin des Sprecherrates des Deutschen Behindertenrates und stellvertretende Bundesvorsitzende der BAG SELBSTHILFE gegenüber der Kanzlerin deutlich. Insbesondere die Notwendigkeit der Schaffung barrierefreier Bildungseinrichtungen zur Gewährleistung inklusiver Bildung wurde von den Vertreterinnen und Vertretern des DBR in den Fokus gestellt.


Hannelore Loskill, Vorsitzende des DBR-Sprecherrates und stellvertretende Bundesvorsitzende der BAG SELBSTHILFE, Dr. Sigrid Arnade, Weibernetz, Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE, Ulrike Mascher, Präsidenten des VDK Deutschland,
Hannelore Loskill, Vorsitzende des DBR-Sprecherrates und stellvertretende Bundesvorsitzende der BAG SELBSTHILFE, Dr. Sigrid Arnade, Weibernetz, Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE, Ulrike Mascher, Präsidenten des VDK Deutschland, Adolf Bauer, Präsident des SoVD, Bundeskanzlerin Angela Merkel, und Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. (von links)


Darüber hinaus erläuterten die Vertreterinnen und Vertreter des DBR den gesetzgeberischen Handlungsbedarf auch bei den anderen Bereichen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und stellte den behindertenpolitischen Reformbedarf bezüglich der Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe sowie des SGB IX klar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm den umfangreichen Forderungskatalog entgegen und dankte für die ausführlichen Erläuterungen der Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Behindertenrates. Sie versprach insbesondere, sich bei den Bundesländern hinsichtlich der Schaffung einer barrierefreien Infrastruktur einzusetzen.
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