Bildungsgipfel: Kinder mit Behinderungen berücksichtigen

10.6.2010

Anlässlich des heutigen Bildungsgipfels erklärt Adolf Bauer, Vorsitzender des Sprecherrates des Deutschen Behindertenrates (DBR):

Wer über die Entwicklung der Bildungsrepublik Deutschland redet, muss dabei Kinder mit Behinderungen berücksichtigen. Es geht darum, ein Menschenrecht zu verwirklichen - dazu verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention. Aufgrund der Tatsache, dass in Deutschland gegenwärtig nur 15,7 Prozent der behinderten Kinder eine Regelschule besuchen, besteht ein enormer Handlungsbedarf. Inzwischen scheint dies auch zunehmend von den Kultusministern der Länder anerkannt zu werden, wie ein aktuelles KMK-Positionspapier hoffen lässt. Dies sollte ein Signal an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder sein, behinderte Kinder nicht vom heutigen Bildungsgipfel auszuklammern.
Der DBR wird die weitere Entwicklung aufmerksam, kritisch und konstruktiv begleiten. Dies wird auch durch unsere aktuelle Stellungnahme zur KMK-Position deutlich.
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