Welttag der Menschen mit Behinderungen: DBR legt Schwerpunktforderungen zur Behindertenpolitik vor

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat vor dem Welttag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember zehn Schwerpunktforderungen zur Behindertenpolitik vorgelegt. "Politik für Menschen mit Behinderungen ist mit Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesregierung Menschenrechtspolitik geworden. Dieser neue Maßstab muss in allen Politikfeldern beachtet und umgesetzt werden", mahnte der Vorsitzende des DBR-Sprecherrates Adolf Bauer bei der Vorstellung des Forderungspapiers in Berlin. "Dringender Handlungsbedarf besteht bei Bildung, Pflege, Gesundheit und Barrierefreiheit. Aber auch in den Bereichen Arbeitsmarkt und Soziale Teilhabe muss die UN-Konvention berücksichtigt werden", betonte Bauer. Zudem sei es unerlässlich, dass dem in der Konvention geforderten Schutz vor Diskriminierung und Gewalt Rechnung getragen wird. Der DBR-Sprecherratsvorsitzende forderte die Bundesregierung auf, zügig einen Nationalen Aktionsplan zur vollständigen Umsetzung der Behindertenrechtskonvention zu verabschieden und dabei die Vorschläge und Forderungen der im DBR vereinten Behindertenverbände zu berücksichtigen.

Am 3. Dezember diskutiert der DBR im Rahmen einer Festveranstaltung gemeinsam mit Politik, Verbänden und Betroffenen die konkreten Planungen der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Schirmherr der von der Aktion Mensch geförderten Veranstaltung ist Bundespräsident Christian Wulff.




Adolf Bauer (SoVD), Vorsitzender des DBR-Sprecherrates, Eileen Moritz (ISL), Mitglied des DBR-Arbeitsauschusses und Hannelore Loskill (BAG Selbsthilfe), Mitglied des DBR-Arbeitsauschusses.


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